Repräsentanz Ostdeutscher in Führungspositionen

Repräsentanz von Ostdeutschen in Führungspositionen

Ostdeutschen sind in Führungspositionen nach wie vor unterrepräsentiert. Um das Vertrauen in unsere Demokratie und ihre Institutionen zu stärken, hat sich die Bundesregierung das Ziel gesetzt die Repräsentation Ostdeutscher in allen Bereichen zu verbessern

Thema Führungspostionen

Thema Führungspostionen

Foto: picture alliance / Shotshop | Andreas Berheide

Vielfalt und Chancengerechtigkeit berühren unsere demokratischen Grundwerte und sind für den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft von zentraler Bedeutung. Vertrauen in Politik und staatliche Institutionen und in die soziale Marktwirtschaft entsteht nur dann, wenn sich alle Bevölkerungsgruppen mit ihren vielfältigen Erfahrungen, Sichtweisen und Perspektiven bei relevanten Entscheidungsprozessen angemessen vertreten fühlen.

Frage der Gerechtigkeit und Gleichheit

Ostdeutsche verfügen über einen großen Erfahrungsschatz bei der Bewältigung von gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Umbruchprozessen. Dieses Potential in Führungsetagen zu nutzen, ist Ausdruck unseres Demokratieverständnisses und für die Gestaltung heutiger und künftiger Herausforderungen unerlässlich.
Jüngste Studien zeigen, dass Menschen mit ostdeutscher Herkunft bzw. ostdeutscher Sozialisierung deutlich in Führungspositionen unterrepräsentiert sind. Diese personelle Unterrepräsentation berührt das Gerechtigkeits- und Gleichheitsempfinden von Ostdeutschen im vereinten Deutschland. Eine angemessene Vertretung von Ostdeutschen in Führungspositionen von Politik und Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft, Kultur und Medien und Zivilgesellschaft ist daher gesamtgesellschaftliche Aufgabe.
Vor diesem Hintergrund hat sich die Ampelkoalition in ihrem Koalitionsvertrag darauf verständigt, die Repräsentation Ostdeutscher in Führungspositionen und Entscheidungsgremien in allen Bereichen zu verbessern und für die Ebene des Bundes bis Ende 2022 hierzu ein Konzept vorzulegen.