Deutsche Einheit

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Regierungskommission "30 Jahre Friedliche Revolution und Deutsche Einheit"

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Foto: picture alliance | Karl-Heinz Spremberg

Die Bürgerinnen und Bürger der ehemaligen DDR haben mit der Friedlichen Revolution den Fall der innerdeutschen Grenze erzwungen und Freiheit und Demokratie erlangt. Es folgte die historisch einmalige Aufgabe, nach 40 Jahren Trennung und völlig unterschiedlichen Entwicklungen die beiden Teile Deutschlands in allen Lebensbereichen wieder zu vereinen. Die Herausforderungen waren gewaltig. Es galt, sowohl die Wirtschafts,- Justiz,- Sozial- und Rentensysteme zusammenzuführen als auch die innere Einheit zweier Gesellschaften zu gestalten. Sehr viel wurde in Ostdeutschland erreicht: Eine Verdopplung der Wirtschaftsleistung, massive Investitionen in neue Unternehmen und Technologien, enorme Fortschritte bei Modernisierung der Infrastruktur und bei der Beseitigung gewaltiger Umweltschäden. Diese beachtliche Entwicklung war nicht nur mit großen individuellen Anstrengungen und immensen finanziellen Leistungen aus dem ganzen Land verbunden. Die Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft führte zu tiefgreifenden Umbrüchen mit Härten, Zumutungen, Verletzungen und Ungerechtigkeiten. So sieht in Ost und West eine deutliche Mehrheit der Menschen die Deutsche Einheit als einen Gewinn an – ein erheblicher Teil aber nicht.

Kommission "30 Jahre Friedliche Revolution und Deutsche Einheit"

Die Friedliche Revolution in der DDR jährte sich 2019 zum dreißigsten Mal, die Deutsche Einheit 2020. Um das Doppeljubiläum zu gestalten, setzte die Bundesregierung die Kommission "30 Jahre Friedliche Revolution und Deutsche Einheit" unter Vorsitz von Ministerpräsidenten a. D. Matthias Platzeck ein.

Die Kommission reflektierte zudem den bisherigen Transformations- und Vereinigungsprozess, um Erkenntnisse für weitere Schritte auf dem Weg zur Deutschen Einheit zu ziehen und entsprechende Vorschläge für die Bundesregierung zu formulieren. Diese legte sie im Dezember 2020 in Form eines Abschlussberichts vor.

Ihre Hauptempfehlung war die Einrichtung eines Zukunftszentrums für Deutsche Einheit und Europäische Transformation welche die Bundesregierung in ihren Koalitionsvertrag aufgenommen hat. Die Umsetzung dieses Vorschlags hat federführend der Staatsminister für Ostdeutschland übernommen. Mit dem Zukunftszentrum schafft die Bundesregierung einen Ort des Austauschs, der Wissenschaft und Kultur. Umbrüche nach der Wiedervereinigung und die Leistungen der Menschen werden ebenso einen Platz finden wie aktuelle Herausforderungen z. B. durch die Energie- und Klimapolitik.

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